Dienstag, 12. April 2016

Blogtour "Das Seehaus" vom 12.04 - 18.04.16

Buchvorstellung , Leseprobe und Hörprobe "Das Seehaus" von Kate Morton

So und damit Willkommen zum Start der Blogtour! Ich möchte euch heute das Buch vorstellen.

Kate Morton: Das Seehaus 











Gebundenes Buch mit SchutzumschlagISBN: 978-3-453-29137-9€ 22,99 [D] 
Hörbuch CD (gek.)€ 14,99 [D]* 
Kindle Edition 18,99 € 
Klapptext: 
Eine Mittsommernacht am See, die noch jahrzehntelang ihre Schatten wirft


Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie. Noch ahnt niemand, dass sich in dieser Nacht etwas Schreckliches ereignen wird. Ein Unglück, das so groß ist, dass die Familie das Anwesen für immer verlässt.


Siebzig Jahre später stößt Sadie auf das verfallene Haus an einem See. Sie geht den Spuren des Jungen nach, der in jener Nacht verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld …

Leseprobe: 
1 Cornwall, August 1933 
Es regnete heftig, und der Saum ihres Kleides war schlammver schmiert. Sie würde es später verstecken müssen. Niemand durfte erfahren, dass sie draußen gewesen war. Wolken verdeckten den Mond, so viel Glück hatte sie gar nicht verdient. So schnell sie konnte, bewegte sie sich durch die finstere Nacht. Das Loch hatte sie schon am Nachmittag gegraben, aber erst im Schutz der DunkelHeit konnte sie beenden, was sie angefangen hatte. Der Regen tüpfelte das Wasser des Forellenbachs, trommelte erbarmungslos auf die Erde am Ufer. Etwas brach durch das Farndickicht, doch sie zuckte nicht zusammen, blieb nicht stehen. Sie war ihr Leben lang im Wald herumgelaufen, sie kannte den Weg auswendig. Als es passiert war, hatte sie es gestehen wollen, und anfangs hätte sie es vielleicht sogar getan. Aber sie hatte die Gelegenheit verpasst, und jetzt war es zu spät. Zu viel war geschehen – Suchtrupps, Polizisten, Zeitungsartikel, in denen um Informationen gefleht wurde. Es gab niemanden, dem sie sich anvertrauen konnte, keine Möglichkeit, es wiedergutzumachen, keine Hoffnung auf Vergebung. Nun blieb ihr nur noch, die Beweise zu vergraben. Sie erreichte die Stelle, die sie ausgewählt hatte. Der Beutel mit der Metallkiste war überraschend schwer. Erleichtert stellte sie ihn ab. Auf Knien entfernte sie die Tarnschicht aus Farnwedeln und Zweigen. Der Geruch nach feuchter Erde, Moos, Pilzen und Fäulnis war überwältigend. Ihr Vater hatte ihr einmal erzählt, dass Generationen von Menschen in diesem Wald gelebt hatten und tief in der schweren Erde begraben lagen. Die Vorstellung hatte ihn froh gestimmt. Er fand Trost in der Beständigkeit der Natur und glaubte, dass die Dauerhaftigkeit der langen Vergangenheit die Kraft besaß, die Kümmernisse der Gegenwart zu lindern. Vielleicht funktionierte das ja auch in manchen Fällen, aber nicht in diesem. Sie ließ den Beutel in das Loch gleiten. Einen kurzen Augenblick lang lugte der Mond hinter einer Wolke hervor. Tränen drohten, als sie die Erde beiseiteschob, doch sie unterdrückte sie. Zu weinen war ein Luxus, den sie sich versagte. Schließlich klopfte sie die Erde fest, zuerst mit den flachen Händen, dann mit den Füßen, bis sie außer Atem war. So. Es war vollbracht. Sie dachte, dass sie vielleicht etwas sagen sollte, ehe sie diesen einsamen Ort verließ. Etwas über den Tod der Unschuld, die tiefe Reue, die sie von nun an begleiten würde. Doch sie tat es nicht. Sie schämte sich für den Gedanken. Mit schnellen Schritten machte sie sich auf den Rückweg, darauf bedacht, das Bootshaus mit seinen Erinnerungen zu meiden. Es dämmerte bereits und nieselte nur noch, als sie das Haus erreichte. Das Wasser des Sees schlug gegen das Ufer, und die Nachtigallen sangen ihr letztes Lied. Die Grasmücken und die Rohrsänger waren schon aufgewacht, und in der Ferne wieherte ein Pferd. Damals wusste sie es nicht, aber diese Geräusche würden sie ihr Leben lang begleiten. Jenseits von diesem Ort und dieser Zeit würden sie in ihre Träume und Albträume eindringen und sie an das erinnern, was sie getan hatte.
Hörprobe:
 Random House hier Klicken!
Gewinnspiel:Jeden Tag findet ihr im Beitrag einen Buchstaben versteckt (andere Farbe, Größe etc.), sammelt alle Buchstaben,um das Lösungswort zu erhalten!Hast du das Lösungswort erraten? Dann schicke eine Mail an info@buchreisender.de mit dem Betreff: Lösung "Das Seehaus" und gewinne mit etwas Glück 1 Hörbuch "Das Seehaus" gelesen von Esther Schweins









Blogtourplan: 














Tag 1 Eine Leidenschaft für Bücher Tag 2 alle Blogs Tag 3 Wurm sucht BuchTag 4 Monasbuecherblog Tag 5 EulenlebenTag 6 Buchreisender