Mittwoch, 18. Mai 2016

Blogtour "Painful Dependence" vom 16.05.-20.05.16

Willkommen an Tag 3 und meinem Blog! Mein Thema ist definitiv nicht das schönste oder angenehmste, aber wichtig! Nicht nur weil es im Buch von Ella Green eine große Rolle spielt, sondern weil es jeden was an geht! 

Häusliche Gewalt







Quelle: http://img.welt.de/




Was ist häusliche Gewalt? 

Laut Internet gibt es keinen einheitliche Definition , doch meist oder immer ist die Gewalt des Partners gegenüber einem gemeint! Meist sind Frauen davon betroffen, Kinder oft die Zeugen oder erfahren es selber. Außerdem wird der Begriff häusliche Gewalt noch gesplittet, in sexualisierte und normale häusliche Gewalt. 
Der Unterschied liegt nahe, bei der normalen geht es meist um Schläge und psychische Gewalt und bei der sexualisierten sind es eher die Vergewaltigungen und auch Misshandlungen! 

Ursachen für häusliche Gewalt?

Das kann viele Gründe haben! Aber Experten sind sich sicher das es immer eine bewusste Entscheidung des Partners sind, unabhängig von Alkohol/Drogen, Stress und vielem weiteren! Aber diese Dinge können es verstärken! Auch kann es gerade bei Frauen so sein, dass Sie alleine schon durch schlechte Haushaltführung oder Sexualität Verweigerung den Stolz eines Mannes (der das Potenzial, in sich trägt) verletzen und somit Opfer werden! 

Unterteilung von häuslicher Gewalt

Physische Gewalt: Ohrfeigen, Faustschläge, Tritte, Stöße, Würgen, Fesseln, Angriffe mit Waffen aller Art oder mit Gegenständen, Morddrohungen und Mord.
Psychische Gewalt: Drohungen, sich selbst, der Partnerin, den Kindern etwas anzutun. Drohen, die Kinder wegzunehmen. Beleidigungen, Demütigungen, Lächerlichmachen in der Öffentlichkeit.
Sexuelle Gewalt: Nötigung, Vergewaltigung oder Zwangsprostitution.
Soziale Gewalt: Die Isolation des Opfers von Familie und Freundeskreis, die Kontrolle der Kontakte, Verbot von Kontakten, Einsperren.
Finanzielle Gewalt: Arbeitsverbote oder Arbeitszwang, alleiniger Kontrolle der Finanzen durch den Täter, also: Das Erzeugen von finanzieller Abhängigkeit.

Folgen häuslicher Gewalt?

Sind immer langfristige körperlicher Natur oder psychischer Natur! 

Körperliche Folgeschäden Häuslicher Gewalt: Viele Betroffene werden letztlich von ihren Partnern umgebracht. Die, die die Misshandlung überleben, müssen mit einigen oder mehreren der folgenden Beeinträchtigungen leben: Knochenbrüche, Schädigung innerer Organe, Hirnschädigungen auf Grund von Schlägen auf den Kopf, schlecht verheilte Narben am ganzen Körper, Entstellungen im Gesicht, verminderte Seh- und Hörfähigkeit, Unterleibsverletzungen durch Tritte und Schläge oder erzwungene Abtreibungen. Vergewaltigungen bewirken anale und vaginale Verletzungen und Blutungen, Blasenentzündungen, Geschlechtskrankheiten, Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten.
Außerdem kommt es häufiger zu Krankheiten mit psychosomatischen Aspekten: Magengeschwüre, Thrombosen, Herzschmerzen, ständige Kopfschmerzen, Kreislaufstörungen etc.
Psychische Folgeschäden Häuslicher Gewalt:
Angstzustände, Schlafstörungen, Misstrauen, Depression, Scham- und Schuldgefühle, Gefühle der Beschmutzung und Stigmatisierung, niedriges Selbstwertgefühl, Todeswünsche, Verzweiflung, Selbstverletzendes Verhalten, Essstörungen, Abhängigkeit von Drogen und Medikamenten, Suizid(-versuche).
Dauert die Misshandlung über einen längeren Zeitraum an und fehlt gleichzeitig soziale Unterstützung, verliert die Betroffene den Glauben in die eigene Sicherheit und Unverletzlichkeit. Die Folge: Rückzugstendenzen, Veränderungen des Wertesystems, Wahrnehmungsstörungen bis hin zu schweren psychischem Störungen und Erkrankungen wie chronische Suizidgedanken und Selbstschädigendes/Selbstverletzendes Verhalten, Persönlichkeits- und Beziehungsstörungen, Posttraumatische Belastungsstörungen, Borderline und dissoziative Identitätsstörungen.
Geringes oder völlig fehlendes Selbstvertrauen, Passivität und Ambivalenz bei Entscheidungen sind schwerwiegende Folgen von Häuslicher Gewalt, die sich stark auf das Leben der Frauen auswirken. Gerade diese Folgen werden im öffentlichen Bewusstsein meist mit den Ursachen verwechselt. So wird immer wieder angenommen, dass misshandelte Frauen nichts zur Veränderung ihrer Situation beitragen wollen, oder dass Frauen misshandelt werden, weil sie ambivalent oder passiv sind.
Das Verhalten betroffener Frauen kann aber denselben psychischen Mechanismen folgen, die auch bei Geiselopfern zu finden sind, das heißt: Sie passen sich dem Täter an, um zu überleben (Stockholm-Syndrom). Dadurch wird die Bindung an den Täter so stark, dass häufig dessen Perspektive vom Opfer übernommen wird, wodurch teilweise die für Außenstehende unerklärliche Koalition mit dem Misshandler entsteht.
Ökonomische Folgeschäden:
Von Häuslicher Gewalt betroffene Frauen fehlen häufiger am Arbeitsplatz (auf Grund von Krankheit), lassen in der Arbeitsleistung nach, sind weniger belastbar und verlieren deshalb manchmal sogar ihre Stelle.
Die Auswirkungen körperlicher oder seelischer Verletzungen können so gravierend sein, dass die betroffenen Frauen nur noch eingeschränkt oder überhaupt nicht mehr erwerbsfähig sind. Manche Frauen können infolge der Verletzungen nicht mehr lange sitzen oder stehen, oder Ängste wie die vor Menschenansammlungen schränken die Arbeitsmöglichkeiten ein.
Die Kosten für Wirtschaft und Staat sind enorm, und sie steigen, wenn man langfristige Kosten mit berücksichtigt: Die Gewinnverluste durch niedrige Produktivität/Arbeitsausfälle, und die Kosten für ärztliche Behandlung, Betreuung durch soziale Dienste und therapeutische Begleitung sind eine Seite. Langfristig generiert Häusliche Gewalt häufig mehrere Generationen von Gewaltbeziehungen, in denen sich die Kosten wieder reproduzieren: Was passiert zum Beispiel, wenn ein Kind auf Grund der zu Hause erlebten Gewalt Lern- und Persönlichkeitsstörungen entwickelt, die Schule schlecht oder gar nicht abschließt und in Folge dessen arbeitslos bleibt?
Soziale und materielle Folgen:
Es sind meist die Frauen, die die sozialen und monetären Konsequenzen Häuslicher Gewalt tragen. Sie leiden nicht nur unter sozialer Isolation, sondern müssen ihre Wohnung und die gewohnte Umgebung verlassen, wenn sie in ein Frauenhaus fliehen. Sie verzichten auf gemeinsames oder sogar ihr eigenes Eigentum, um in Ruhe gelassen zu werden. Täter zerstören Gegenstände, die der Partnerin gehören, und ersetzen sie nicht. Viele Frauen verzichten aus Angst vor weiteren Angriffen auf Unterhalts-, Vermögensausgleichs- oder Schadensersatzzahlungen.
In der Regel besteht kein tragfähiges soziales Netz zur Unterstützung der Frau; ihre Kontakte werden unterbunden oder unterliegen der Kontrolle durch den Misshandler. Weil FreundeInnen, die sich mit ihr solidarisieren, selbst Opfer von Attacken des Aggressors werden, sind viele freundschaftliche Beziehungen nicht von Dauer. Manchmal hat das "Öffentlichmachen" der Misshandlungen negative soziale Konsequenzen für die Frau. Auch eigene FreundeInnen und Verwandte schneiden sie.
Kinder:
Sie sind immer das schwächste Glied in der Familie und Opfer Häuslicher Gewalt, selbst, wenn sie "nur" Zeugen der Misshandlungen werden. Die meisten Studien belegen aber, dass sich Häusliche Gewalt in Familien sehr selten nur auf die Partnerin beschränkt.
Kinder werden durch Häusliche Gewalt schwersttraumatisiert, darüber hinaus erlernen sie destruktive und negative Verhaltens- und Geschlechterrollenmuster. Oft fühlen sie sich mit verantwortlich, schuldig, hilflos, allein gelassen, ausgeliefert, in vielen Fällen versuchen sie einzugreifen und werden dabei selbst verletzt.
Je nach Alter zeigen Kinder verschiedene unspezifische Symptome. Sie können sehr unterschiedlich auf die Traumatisierung reagieren. Einige der verbreiteten Folgen sind: Angstzustände und Depressionen, Schlafstörungen, Flashbacks und Albträume, psychosomatische Beschwerden, Schwierigkeiten in der Schule, Stimmungsschwankungen, Aggressivität, niedriges Selbstwertgefühl, Alkohol- und Drogenkonsum, Selbstverletzendes Verhalten, Essstörungen etc.
Auch wenn die deterministische Gleichung "Jungen als Opfer Häuslicher Gewalt werden als Männer zu Tätern, Mädchen als Frauen zu Opfern" nicht angebracht ist, zeigen Untersuchungen doch, dass das Risiko einer solchen Entwicklung hoch ist.
Quelle: http://frauenrechte.de/









Quelle: http://polpix.sueddeutsche.com/



Ella Green´s Buch beschreibt einiges davon, die Frau die nach ihrer Erfahrung in Angst lebt! Das Thema war für mich nicht so leicht wie gedacht, aber es geht uns alle an! 
Nicht wegsehen heißt es auch hier! 
Danke das ihr mit heute auch bei so einem ernsten Thema gefolgt seit! 

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