Samstag, 11. November 2017

"Lass uns Träume sammeln" von Nina Hirschlehner /Blogtour

Der letzte Tag....

Heute bin ich dran und habe ein Mini-Interview mit kleinem Ausblick auf neue Projekte! 
In den letzten Tagen habt ihr ja schon einiges über Nina und das Buch "Lass uns Träume sammeln" erfahren.

Aber legen wir  los:


Fragen an Nina Hirschlehner 




Ein Buch was für einen Autor schon so persönlich ist , lässt meiner Meinung nach, auch das Leser-Herz höher schlagen.
















Danke für diesen tollen Einblick in das Schreiben eines Buches und die mit den verbundenen Emotionen!
















Eine so tolle Buchreihe, ich liebe Sie und verstehe was du meinst!


Leseprobe "Lass uns Träume sammeln"

Die kälteste Nacht Mein Körper zitterte unkontrolliert. Die Kälte drang tief bis in meine Knochen vor, und sie schmerzte. Ich hatte das Gefühl, meine Fingerspitzen würden bald abfallen. Das war der kälteste Winter, den wir seit langem gehabt hatten. Seit Jahren wünschte ich mir weiße Weihnachten, und nun, wo es endlich so weit war, verfluchte ich jede Minute von diesem Heiligen Abend. Die Versuchung, zurück nach Hause zu gehen und meine Mutter um Verzeihung zu bitten, wurde immer verlockender. Aber ich konnte nicht zurück. Nicht nur, weil sie diejenige gewesen war, die mich auf die Straße gesetzt hatte. Ich hielt es in diesem Haus einfach nicht mehr aus. Immer dieser Streit um nichts. Ich konnte mich nicht einmal mehr daran erinnern, wann wir das letzte Mal nicht gestritten hatten. Bestimmt war das schon ein paar Monate her. Erschöpft ließ ich mich auf die Treppe vor einem Haus sinken. Hier war ich zumindest ein wenig geschützt vor dem ständig fallenden Schnee. In meiner Tasche kramte ich nach der Thermoskanne, die ich vor meinem Aufbruch noch eingepackt hatte. Ursprünglich war darin Tee gewesen, mittlerweile hatte ich ihn durch etwas weitaus Stärkeres ersetzt. Ich nahm einen kräftigen Schluck, in der Hoffnung, der Alkohol würde mich etwas aufwärmen. Aber natürlich tat er das nicht. Die Kanne war schon fast leer, und ich fror noch immer schrecklich. Ich wollte nicht hier draußen sein. Ich wollte in einem wohlig warmen Wohnzimmer sitzen und Heiligabend mit meiner Familie verbringen, so wie es vermutlich alle anderen Menschen in New York gerade machten. Ob ich einfach wie Maria und Josef an den Türen klingeln und hoffen sollte, dass mich jemand hineinließ? Nein, ich wollte meinen Platz im Trockenen nicht riskieren. Am Ende würden mich die Hausbewohner noch von ihrer Treppe verscheuchen, und ich müsste zurück in den Schnee. Das wollte ich nicht. Da war es immer noch besser, alleine hier draußen zu frieren. »Claire?« Ich blinzelte gegen das Licht der Straßenlaternen, um etwas zu erkennen. Die Stimme kam mir nicht bekannt vor. Und auch nicht das Gesicht, das dazugehörte. Endlich konnte ich es ausmachen: Ich sah dichtes, dunkles Haar und Augen, die so hell strahlten wie die Scheinwerfer des Taxis, das mich vorhin um ein Haar überrollt hatte. »Wer bist du?«, wollte ich wissen, um sicherzugehen, dass ich mir diese Gestalt nicht bloß einbildete. Vielleicht verwandelte sich mein Körper gerade in Eis, und Gott – oder wer auch immer dafür verantwortlich war – schickte mir einen Engel vorbei, um mir das mitzuteilen. »Ich bin Jamie, erinnerst du dich? Wir sind auf die gleiche Schule gegangen.« Nein, das war bestimmt kein Engel, dazu war seine Stimme zu rau. Und zu sexy. »Ich habe dich auf der letzten Schulfeier gesehen. Weißt du noch? Du hast die Lehrer beschimpft und wurdest rausgeschmissen.« Nun, ich hatte das Ganze etwas anders in Erinnerung. Aber es war auch schon einige Zeit her. »Du musst mich verwechseln.« Ich schlang die Arme fester um meine Tasche und wandte den Blick ab, in der Hoffnung, er würde den Hinweis verstehen und sich vom Acker machen. Ich wollte im Moment niemanden sehen – außer, er steckte mir etwas Kleingeld zu. Jamie machte nicht den Eindruck, als hätte er das vor. ......

Fortsetzung im Buch ....


Weitere Fragen an Nina Hirschlehner 












»Was?«, fragte ich, als mein Blick Jamie streifte und ich bemerkte, dass er mich ansah. »Was ist los? Ist es wegen des Bademantels? Ich dachte nur –«
»Du weißt schon, dass du dich auch abschminken kannst?«, fiel Jamie mir ins Wort. »Ich sagte doch, du sollst dich wie zu Hause fühlen.«
Eigentlich wollte ich beleidigt sein, aber meine Verwirrung war zu groß dafür.
»Ich bin abgeschminkt.«
»Nein, bist du nicht.« Jamie lachte und deutete mit der ausgestreckten Hand auf mein Gesicht. »Du hast noch deine Augenbrauen.«
Ich schnaubte. »Was weißt du schon über Augenbrauen?«
»Meine Freundin ist Beautybloggerin«, meinte er.
Das erklärte zumindest die Unmengen an Badebomben.
»Und Beautyblogger haben keine Augenbrauen?«

Grinsend schüttelte er den Kopf. »In der Regel nicht.«
















Sehr intressant oder?
Aber jetzt ganz schnell zur letzten und wichtigsten Frage des Betrages.....

















Danke im Namen aller deiner Leser, jetzt wissen wir was uns tolles erwartet! :-)


An alle die heute vorbei geschaut haben, Danke fürs folgen! Leider ist die Tour vorbei, aber es wird bestimmt wieder eine geben, mit einem anderen Buch von Nina! 

Daisy